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Die Geschichte des Blockbaus
(Quelle:
www.HolzhausNews.de)
Der Blockbau hat sich in kalten Regionen entwickelt, wo es
Nadelwälder gibt. Der Mensch wählte die langen geraden Stämme
anfangs, um sich einen Wind- und Wetterschutz zu bauen. Die Stämme
wurden zunächst nur provisorisch bearbeitet und behielten ihre runde
Form, doch schon bald gab es eine Vielzahl von Werkzeugen und damit
Möglichkeiten um die Balken zu bearbeiten.
Da Wissenschaftler über den gesamten Globus Blockbauten in
Nadelwaldzonen entdeckten, ist zu vermuten, dass sich diese Bauweise
nicht von einer bestimmten Gegend als „Know-How-Export“ verbreitet
hat, sondern eine „natürliche“ Entwicklung des Menschen auf der
ganzen Erde ist. In Europa errichteten schon die alten Römer die
ersten Blockbauten, so gab es z.B. Brunnen aus Kiefernstämmen, da die
Widerstandsfähigkeit der terpen- und harzreichen Kiefernbäume den
Römern bekannt war. Selbst im fernen Finnland hat der Blockbau eine
lange Tradition und das älteste, noch bewohnbare Blockhaus ist sogar
schon über 600 Jahre alt und erst kürzlich hat man bei Ausgrabungen
einen 5000 Jahre alten Brunnen aus Kiefernholz entdeckt.
Viele Fachleute sind sich heutzutage darüber einig, dass aus dem so
genannten skandinavischen Waldgürtel die nordische Kiefer, als bestes
Holz für „urgemütliche“ Blockhäuser kommt. Die Kleidung wird gerne
als 2. Haut des Menschen bezeichnet und genauso, wie er erkennen
musste, dass künstliche Fasern wie Nylon die Atmungsfähigkeit der
Haut beeinträchtigen, so hat er heute erkannt, dass für das Wohnen in
den eigenen 4 Wände das gleiche gilt. Was die Baumwolle als Kleidung
ist, ist Holz als 3. Haut fürs Wohnen. Holz als massiver Werkstoff
für Wände bedarf keiner zusätzlichen Isolierung und ist als Blockhaus
aus purem Holz.
Milliarden von feinsten Zellen sorgen für einen ständigen langsamen
Austausch gefilterter Luft zwischen Innen und Außen;
Schadstoff-Konzentrationen der Luft werden so nachweislich gesenkt.
Diese und viele andere Punkte sind für moderne Menschen wichtige
Eigenschaften um diese bewährte Tradition des Holzbaus zu pflegen und
wohnen in Blockhäusern.
Holz als Baumaterial
(Quelle:
www.HolzhausNews.de)
Wer ein Holzhaus, insbesondere ein massives
Vollholzhaus, bauen möchte, sollte wissen, wie sich der Baustoff
Holz in den verschiedenen Situationen des Alltags verhält. Denn nur
wer das Holz versteht, kann auch damit richtig umgehen und seine
vielfältigen Eigenschaften nutzen. Deswegen werden wir in unserem
ersten Teil auf die Biologie des Baumes eingehen. Die Zellstruktur
des Holzes bringt einige Vorteile für den Bau mit sich. Die vielen
Zellen die nach der Trocknung des Holzes luftgefüllt sind, bewirken
die guten Dämmeigenschaften. Holz ist ein natürlicher, organischer
und inhomogener Werkstoff, der sich in vielerlei Hinsicht von
anderen Baumaterialien unterscheidet.
Charakteristisch ist seine ausgeprägte, wuchsbedingte Abhängigkeit
aller Eigenschaften von der Richtung, die Anisotropie. Im folgenden
werden wir auf den biologischen Aufbau, sowie auf die
Wuchseigenschaften und die feuchte technischen Eigenschaften
eingehen.
Abb. 1-1 Biologischer
Aufbau Holz |
Aufbau der Zellstruktur von
Nadelholz
MS Markstrahlen
F Frühholzzellen
S Spätholzzellen
G Gefäßzellen (Tracheiden)
H Harzgänge
T Holztüpfel
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1.1 Beschaffenheit und Bestandteile des
Holzes
Wasserfreies Holz enthält bis zu 55 M.-% Zellulose und bis zu 30
M.-% Lignin (Kittsubstanz), das durch Anlagerung die Versteifung
(Verholzung) des Zellgewebes bewirkt.Der Rest besteht aus
zelluloseähnlichen Stoffen (Hemizellulose) sowie aus den in den
Zellen angelagerten Stoffen (Zellinhalt), z. B. Harze, Fette, Gerb-
und Farbstoffe. Diese Holzinhaltsstoffe bestimmen auch die
natürliche Dauerhaftigkeit, sowie die natürliche Resistenz gegen
Pilz- und Insektenbefall. Dabei gilt: Holzarten mit einem dunkel
gefärbten Kern (Farbkernholz), wie z. B. bei der Kiefer und
Douglasie, weisen eine höhere natürliche Resistenz auf als
Holzarten ohne Farbkern, z. B. Fichte und Tanne.
1.2 Zellenarten
Die Zellen des Holzes dienen der Leitung des Wassers mit gelösten
Nährstoffen, der Stoffumwandlung, der Speicherung sowie der
Festigung.
1.2.1 Nadelholz
Tracheiden („Tüpfelzellen"):
Langgestreckte, spitz zulaufende Zellen von 1-4 mm Länge (Breite
1/100 der Länge) mit dünnem Stützgewebe und innerem Hohlraum.
Leitung des Wassers durch Öffnungen (Hoftüpfel) in den Wänden, die
sich häufig bei der Verkernung oder auch bei Austrocknung (Fichte)
schließen: Behinderung der Imprägnierbarkeit.
Harzkanäle:
Senkrecht und waagrecht langgestreckt verlaufende Zellengänge
(Ausscheidungen des unter Druck stehenden Harzes bei Verletzung des
Holzes).
Markstrahlen
(Parenchymzellen): Breitbändrige vom Kambium nach innen verlaufende
als Speicherzellen dienende Zellenkörperketten. (Bei
Tangentialschnitten der Buche als dunklere längliche Striche, im
Radialschnitt als „Spiegel" erkennbar; bei Hirnschnitten der Eiche
als weiße, zügig radial verlaufende Linie.)
1.3 Wachstum des Holzes
Das von den Wurzeln aufgenommene Wasser steigt mit den im Erdreich
gelösten mineralischen Stoffen durch das äußere Splintholz zur
Baumkrone, wo der größteTeil des Wassers an der Unterseite der
Blätter verdunstet und dadurch einen fortlaufenden Nährstoff
aufstieg bewirkt.
Durch Wasser und Blattgrün (Chlorophyll) erfolgt unter
Lichteinwirkung (Fotosynthese) tagsüber die Umwandlung (Spaltung)
der Luftkohlensäure CO2 zu Kohlenhydrate (Traubenzucker C4Hi2O6)
unter Sauerstoffabgabe an die Luft.
Die durch die Bastschicht rücklaufende Assimilationsprodukte dienen
unter Umwandlung in Zellulose (C6Hi0O5) der Vermehrung der äußeren
Zellen. (Die in den Markstrahlen gespeicherte Stärke bewirkt durch
Rückverwandelung in Zucker die Blattbildung im Frühjahr.)
1.4 Struktur des Holzes
Beim Baum stellen die Jahresringe den Holzzuwachs eines Jahres dar.
Innerhalb eines Jahresringes wird zwischen dem im Frühjahr für
Wasser- und Nährstofftransport gebildeten weicheren Frühholz und
dem im Sommer gebildeten
festeren Spätholz unterschieden. Je enger die Jahresringe sind,
desto größer ist ihr Spätholzanteil und desto härter und
dauerhafter ist das Holz. Somit bestimmt der Spätholzanteil
wesentlich die Festigkeit des Holzes.
Das Kernholz bezeichnet die inneren Jahresringe, die als
wasserleitende Schicht bzw. speichernde Zellen außer Funktion
gesetzt und mit Holzinhaltstoffen angereichert sind. Der äußere
saftführende Holzmantel wird als Splintholz bezeichnet.
Das Kernholz besitzt eine besser Resistenz gegen Schädlingsbefall
als das Splintholz, ist dafür aber auch nur schlecht zu
imprägnieren. Wie schon vorher erwähnt kann das Kernholz farblich
abgesetzt sein vom Splintholz. Die inneren 5-20 Jahresringe
bezeichnet man als Herz oder juveniles Holz. Dieses zeichnet sich
durch die Weitlumigkeit der Zellen aus, das bedeutet, dass das
juvenile Holz eine geringe Rohdichte besitzt. In allen Hölzern
treten Äste in unterschiedlichen Durchmessern auf. Um ein
höherwertiges Holz zu erhalten, werden in der Forstwirtschaft die
Äste entfernt, als Ergänzung oder zum Ersatz der natürlichen
Astreinigung. Dabei unterscheidet man zwischen Grün- und
Trockenästung. Letztere ist am wichtigsten. Sie soll den
abgestorbenen Ast oder zurückgebliebenen Aststummel entfernen,
bevor er als holzentwertender Schwarzast einwächst. Zur
Durchführung der Ästung sind auf Grund praktischer Erfahrungen und
wissenschaftlicher Untersuchungen Grundsätze und Regeln aufgestellt
worden, deren Beachtung Fehler ausschließt. Die Ästung hat das Ziel
einen möglichst dicken astfreien Holzmantel. Im Schnittholz bilden
sich die Äste in vielfältiger Form ab. In der Nähe von Ästen werden
die Holzfasern z. T. erheblich umgelenkt
Der Faserverlauf im Stamm beeinflusst wesentlich die Festigkeiten
des eingeschnittenen Holzes. Je stärker die Faserabweichungen
bezogen auf die Längsachse ist, z. B. infolge von Drehwuchs, desto
niedriger ist die Festigkeit in Längsrichtung. Faserabweichungen
führen zu Verdrehungen beim Schwinden. Anhand des dargestellten
Aufbaus lassen sich drei anatomische Hauptrichtungen des Holzes
definieren: längs, quer-radial, quer-tangential

Von diesen drei anatomischen Hauptrichtungen hängen die meisten
Holzeigenschaften stark ab, da Holz eine ausgeprägte Anisotropie
besitzt. In der weiteren Betrachtung der Eigenschaften wird nicht
mehr zwischen der radialen und tangentialen Richtung unterschieden,
da der Jahresringverlauf im Schnittholz nicht vorhersehbar ist.
Stattdessen wird unterschieden zwischen den Eigenschaften längs und
quer zur Holzfaser. Dabei sind die Eigenschaften quer zur Faser
Mittelwerte aus den Eigenschaften in radialer und tangentialer
Richtung.
1.5 Feuchtetechnische Eigenschaften des
Holzes
Aufgrund seiner Struktur ist Holz dazu in der Lage Wasser in
zweierlei Form aufzunehmen und zu speichern.
1. hygroskopisch: das Wasser ist in den Zellwänden gebunden
2. kapillar: in den Zellhohlräumen befindet sich freies Wasser
Die Feuchtemenge, die gespeichert werden kann, hängt vom
Umgebungsklima ab.
Durch die hygroskopische Eigenschaft ist Holz in der Lage, seine
Holzfeuchte dem Umgebungsklima anzupassen, d. h. je nach Temperatur
und relativer Luftfeuchtigkeit wird dabei Wasser (Feuchte)
aufgenommen, oder abgegeben. Dieser Vorgang findet aber nicht
unbegrenzt statt, sondern nur so lange, bis sich die
Gleichgewichtsfeuchte des Holzes eingestellt hat. Die
Gleichgewichtsfeuchte beträgt bei normal beheizten Räumen zwischen
7% und 15%. Bedingt durch die jahreszeitlichen Klimawechsel ist die
Holzfeuchte stets gewissen Schwankungen unterworfen.
Im hygroskopischen Bereich beeinflusst die Holzfeuchte alle
physikalischen Eigenschaften, insbesondere das Schwinden und
Quellen (s. Kapitel 1.6). Freies Wasser tritt in Bauholz nur dann
auf, wenn die Fasern der Zellwände gesättigt sind (Fasersättigung)
und eine länger anhaltende Feuchtezufuhr, z. B. in Form von
Tauwasser, vorliegt. Die Fasersättigung liegt bei den üblicherweise
verwendeten Holzarten im Bauwesen bei einer mittleren Holzfeuchte
von um = 30-35%. Dabei wird die Holzfeuchte u als prozentuales
Massenverhältnis des im Holz vorhandenen Wassers bezogen auf das
absolut trockene Holz bestimmt. Die mittlere Holzfeuchte um wird
üblicherweise aus mehreren Messungen mit dem elektronischen
Holzfeuchtemessgerät ermittelt.
Um Mängel und Schäden an Holzbauteilen zu vermeiden, sollten diese
mit der zu erwartenden Gleichgewichtsfeuchte eingebaut werden. In
der Praxis hat sich eine Einbaufeuchte von (15±3)% bewährt.
Eine Einbaufeuchte von 12-18% ist für den Blockbau notwendig, da
beim Einbau von ungenügend vorgetrocknetem Holz mit
Schwindverformungen und Rissen zu rechnen ist. Diese Einbaufeuchte
von 12-18% kann im Regelfall nur von den industriellgefertigten
Vierkantbohlen eingehalten werden, bei industriell gefertigten
Rundbohlen wird meist eine Einbaufeuchte von ca. 20% erreicht. Das
Naturstammhaus bildet in dieser Einteilung die große Ausnahme, da
die Stämme meist nicht auf Feuchten unter 30% getrocknet werden
können. Dies ist ein
technisches Problem, da die Stämme meist nicht in Trockenkammern
getrocknet werden, sondern nur luftgetrocknet. Dies kommt zu einem
daher, dass die kleinen Naturstammhaushersteller keine
Trockenkammer haben, aber auch daher, dass die Stämme nicht in die
Trockenkammer passen.
Der Holzfeuchtegehalt wird in der DIN 1052 in der Einteilung in die
verschiedenen Nutzungsklassen (NKL) berücksichtigt. Das System der
Nutzungsklassen ist hauptsächlich zur Zuordnung von
Festigkeitseigenschaften und zur Berechnung von Verformungen unter
festgelegten Umweltbedingungen notwendig. Dabei unterscheidet am
die folgenden drei Nutzungsklassen.
NKL1: Sie ist gekennzeichnet durch
einen Feuchtegehalt in den Holzbaustoffen, der einer Temperatur von
20°C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luftfeuchte der
umgebenden Luft entspricht, die nur einige Wochen pro Jahr einen
Wert von 65% übersteigt.
NKL 2: Sie ist gekennzeichnet durch
einen Feuchtegehalt in den Holzbaustoffen, der einer Temperatur von
20°C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luftfeuchte der
umgebenden Luft entspricht, die nur einige Wochen pro Jahr einen
Wert von 85% übersteigt.
NKL 3: Sie erfasst Klimabedingungen,
die zu höheren Feuchtegehalten führen, als in Nutzungsklasse 2
angegeben.
1.6 Das Quellen und Schwinden -
„Arbeiten" von Holz
Eine Änderung der relativen Luftfeuchte führt zwangsläufig zu einer
Veränderung des Feuchtegehalts in den Zellwänden des Holzes und
damit zu Quell- und Schwinderscheinungen. Das führt dazu, dass der
gesamte Holzkörper seine Dimensionen ändert: Das Holz „arbeitet".
Wasseraufnahme und Holzfeuchteerhöhung führen zur Quellung.
Wasserabgabe und Holzfeuchteverringerung (Trocknung) führen zum
Schwinden. Weil sich die Luftfeuchte witterungsbedingt oder im
Inneren eines Hauses auch nutzungsbedingt permanent ändert,
arbeitet Holz also ohne unterlass, wobei nach Erreichen der
Ausgleichsfeuchte die Maßänderungen jedoch meist gering sind.
Dieser Prozess läuft aufgrund der Inhomogenität des Holzes in den
drei Hauptrichtungen unterschiedlich ab. Außerdem hat er eine
erhebliche Verformung und innere Spannung zur Folge.

Diese Eigenspannungen führen oft zu den s. g. Schwindrissen, die
als natürliche Ursache für die Bildung eine ungleichmäßige
Verteilung der Holzfeuchte im Holzquerschnitt und unterschiedliche
Schwindmaße in radialer und tangentialer Richtung haben.
Meist fördert auch eine zu schnell und ungleichmäßige
Holzfeuchtereduzierung beim Trocknen die Rissbildung.
Dabei hat man in der Forstwirtschaft zur Wahl und zum Schlagen der
Bäume neue aber auch alte Erkenntnisse erforscht.
Grundsätzlich gilt, dass man die Bäume im Winter schlägt. Wobei mit
Winter nicht der Kalenderwinter gemeint ist, sondern der
biologische Winter des Baumes, d. h. der Saftstrom im Baum wird
eingestellt. Dies ist in der Regel in der letzten Augustwoche der
Fall. Der Saftstrom des Baumes beginnt wieder Ende Januar bis
Februar. Der biologische Winter des Baumes ist auch von der Region,
in der er steht abhängig, deswegen sollte man sich auf die Monate
November bis Januar beschränken. Ein wintergeschlagener Baum hat
eine Holzfeuchte von ca. 45%. Ein weiterer Punkt Schwindrisse zu
vermeiden, ist die Beachtung der Mondphasen. Dieses Phänomen gewann
erst in den letzten Jahren wieder an Bedeutung. Nachgewiesen wurde
dieses Phänomen vom Freiburger Institut für Forstbenutzung und
forstliche Arbeitswissenschaft. Weitere Punkte, die helfen
Schwindrisse zu vermeiden, sind die Wahl eines ruhig gewachsenen
Baumes auf dem für ihn idealen Boden. So weisen z. B. Fichten die
als Monokulturen angebaut wurden schlechtere
statische Eigenschaften auf und haben längst keine so ausgeprägte
Resistenz gegen Schädlinge und Pilze, wie natürlich gewachsene
Fichten. Des weitern spielt das Trocknen des Holzes eine Rolle. Das
langsame Austrocknen der Bäume an der Luft dauert zwar länger als
die Kammertrocknung, doch kann das Holz später besser mit
Luftfeuchtigkeitsänderungen umgehen.
Die Schwindmaße radial und tangential zu den Jahresringen sind
erheblich unterschiedlich und sind ein Hauptgrund der Rissbildung.
So ist das Schwindmaß bei Nadelholz in tangentialer Richtung mehr
als doppelt so groß wie das Schwindmaß in radialer Richtung. In der
DIN 1052 wird ein mittleres Schwindmaß für die radiale und
tangentiale Richtung von 0,24 je 1% Änderung der Holzfeuchte
unterhalb des Fasersättigungsbereiches angegeben. In Faserrichtung
schwindet das Holz praktisch nicht.
Im Blockbau darf das Schwinden unter keinen Umständen
vernachlässigt werden, da stehende (z. B: Fenster- und Türrahmen,
Stützen) und liegende Bauteile aufeinander treffen. Eine
Naturstammwand schwindet z. B. auf einen Meter Höhe ca. 8-15 cm.
Dabei sei angemerkt, dass Kernholz geringer quillt und somit auch
schwindet als Splintholz, d. h. das Schwinden ist auch abhängig von
der verwendeten Holzart. Somit sind die unterschiedliche
Schwindmaße im Blockbau im Detail separat für jeden Bau konstruktiv
zu lösen.
1.6.1 Setzungen
Eine der bedeutensten Eigenschaften des Blockhauses ist seine
Setzeigenschaft. Unter dem Oberbegriff Setzung werden die einzelnen
Ursachen für diese Eigenschaft beschrieben. Die horizontale
Balkenlage wird mit der zunehmenden last komprimiert. Ein frisch
montiertes Blockhaus sackt zunächst durch Kompression zusammen. Im
späteren Verlauf trocknet das Holz, dadurch schrumpft das Profil
noch einmal. Das Ausmaß der gesamten Setzung eines Blockhauses wird
im Einzelnen noch durch weitere Faktoren beeinflusst. Hier spielen
die Ausführung der Profilauflager, die Holzart und die Montageart
eine gewichtige Rolle.
Zehn Vorurteile über massive
Blockhäuser1. Massive Blockhäuser sind sehr
teuerNicht unbedingt. Auch bei massiven Blockhäusern gibt
es Unterschiede in Größe, Ausführung und Ausstattung. Auch können die Kosten mit
Eigenleistungen dem vorhandenen Budget angepasst werden. Mit 800 bis 1.500 Euro
pro Quadratmeter Baukosten liegt ein massives Holzhaus - aus industrieller
Fertigung im Kostenrahmen in Ziegelbauweise erstellter Häuser bei gleicher
Ausstattung.2. Massive Blockhäuser halten nicht
langeIrrtum. Es gibt massive Blockhäuser, die sind viele
Hundert Jahre alt. Solide gebaut und richtig gepflegt ist ein massives Holzhaus
von FINNHOLZ eine Investition für viele Generationen.
3.
Massive Blockhäuser verlieren an WertNicht mehr. Inzwischen
hat sich auch bei Käufern gebrauchter Immobilien und besonders bei Maklern
herumgesprochen, dass Blockhäuser eine beständige Investition sind und so
unterliegen sie vergleichbaren Preissteigerungen wie andere
Einfamilienhäuser.4. Massive Blockhäuser sind feucht und
zugigNein. Massive Blockhäuser von FINNHOLZ sind – ob nun
aus Rundbalken oder Kantholzbalken gefertigt – so zusammengefügt, dass alle
Fugen absolut dicht halten. FINNHOLZ war weltweit der erste Blockhaushersteller
der einen Winddichtigkeitstest in seinem Leistungsumfang angeboten hat. Die
Dichtigkeit jedes Hauses wird kontrolliert.5. Massive
Blockhäuser brennen leichtGroßer Irrtum. Für die meisten
massiven Blockhäuser gelten die gleichen Brandschutzklassen wie für Häuser in
Ziegelbauweise. Massive Kiefernbalken sind nämlich von der Natur gut imprägniert
und brennen nicht lichterloh. Bei einem größeren Feuer schmoren sie langsam
durch und die Stabilität des gesamten Gebäudes bleibt noch lange erhalten. Und
überhaupt: Die Gefahr bei Hausbränden geht – und das gilt auch für das massive
Holzhaus – in erster Linie von leicht brennbaren Teilen der Inneneinrichtung
aus. 6. Massive Blockhäuser sind nur was für den
WaldFalsch. Zahlreiche Bau- und Gestaltungsformen von
FINNHOLZ-Häusern.7. Massive Blockhäuser sind architektonisch
langweiligNein. Dem Bauherrn sind bei der Gestaltung seines
Hauses keine Grenzen gesetzt. Alle Dachformen und Grundrisse sind möglich. Bei
der Fassadengestaltung kann man mit Formen und Farben nach Belieben spielen. Da
sieht kein Haus aus, wie das andere.8. Massive Blockhäuser
brauchen viel PflegeIrrtum. Ein fachmännisch gefertigtes
und errichtetes FINNHOLZ-Haus benötigt nicht mehr Pflege als jedes andere Haus.
Alle 5 bis 15 Jahre ein neuer Anstrich - auf besonders stark bewitterten Seiten
vielleicht etwas häufiger. Dafür ist die alltägliche Pflege weniger aufwendig.
Die antistatische Wirkung des Holzes verhindert Staubaufwirbelungen im Innern
des Hauses, was beim täglichen Putzen Zeit und Mühe spart. 9.
Massive Blockhäuser sind unmodernStimmt nicht. Der Trend
geht eindeutig in Richtung Natur. In vielen Lebenslagen bevorzugen immer mehr
Menschen ursprüngliche, naturnahe Lebensformen. Ob in der Ernährung, bei der
Kleidung oder beim Reisen. Das Holzhaus - ist eine konsequente Hinwendung zu
diesen Lebensprinzipien. Dabei erfüllen massive Blockhäuser alle Anforderungen
an modernes Wohnen, wenn es um Energiesparen, Komfort und Luxus geht.
10. Massive Blockhäuser schaden dem WaldbestandIm Gegenteil. Das Holz für FINNHOLZ-Häuser kommt aus Nord-Europa wo seit
vielen Jahren das Prinzip der nachhaltigen Holzwirtschaft gepflegt wird. Für
jeden abgeholzten Baum wird mindestens ein neuer gepflanzt. Oder salopp
gesprochen: Die Holzhauswirtschaft sägt sich doch nicht den Ast ab, auf dem sie
sitzt …
Naturstammhaus
Das Naturstammhaus ist die ursprünglichste Art ein
Blockhaus zu bauen. Diese Art des Blockhausbaues ist heute noch vor
allem in Russland, Kanada und den USA verbreitet. Das Naturstammhaus
ist ein individuelles, nach alter Handwerkstradition in maßgenauer
Handarbeit erstelltes Rundstammhaus.
Die Auswahl der geeigneten Bäume ist sehr wichtig, so hat jeder
Blockhausbauer eine bestimmte Art von Holz, die er bevorzugt. Bei
einem Schweizer Blockhausbauer ist dies die Weißtanne, ein
Österreicher dagegen bevorzugt die Fichte und Tanne und ein Finne
oder Russe wird Kiefer wählen. Bei der Wahl des Holzes sollte aber
auch darauf geachtet werden, dass die Stämme einigermaßen gerade
gewachsen sind und nach Möglichkeit nur geringe äußerlichen Schäden
aufweisen. Die Stämme werden vor der Weiterverarbeitung entrindet,
entweder mit Wasserhochdruck oder mit dem Ziehmesser. Heutzutage wir
sehr oft ein Rundhobel eingesetzt

Wenn der Stamm mittels Wasserhochdruck entrindet
wird, behält er seine natürliche Rundungen, andererseits kann man mit
dem Ziehmesser eventuelle Schäden, die beim Fällen entstanden sind,
entfernen.
Der Abbund wird mit dem Scriber, der Motorsäge, dem Winkelschleifer
und Stechbeuteln oder der Axt vollbracht.
Abb. : Ansicht der Installation bei einer Kantholzbohle
Bei einem Naturstammhaus ist eine gute und ausgereifte Planung das A
und O. Denn eine gute Planung ist Grundlage für einen reibungslosen
Bauablauf und die uneingeschränkte Freude am Haus. Dabei ist es
wichtig bei der Planung immer im Bewusstsein zu haben, dass man mit
Holz ein stetig Arbeitendes Baumaterial verwendet. Dies ist vor allen
dingen bei jeglichen Leitungen in der Wand und jeglichen Elementen ,
die in die Wände eingesetzt werden, zu beachten. Alle Wasser- und
Abwasserrohre müssen mit einem flexiblen Gelenkstück verbundne sein,
so dass sie alle Setzungsvorgänge der Wand mitmachen können. Bei den
Elektrischen Leitungen sollte man bedenken, dass zu einen späteren
Zeitpunkt ein Zimmer anders genutzt wird, wie noch zur Zeit nach der
Bauphase. Es sollte also dafür gesorgt sein, dass in jedem Zimmer
genügend Steckdosen und Vorrichtungen für Telefon und Fernsehen
vorhanden sind, denn diese Leitungen verlaufen alle innerhalb der
Stämme bzw. in den Fugen zwischen den Stämmen und eine nachträgliche
Änderung würde unschöne Kaschierungen an der Innenwand mit sich
bringen.

Abb. : Ansicht der Installation bei einer
Kantholzbohle
Statisch werden keine Anforderungen an das
Naturstammhaus gestellt, da schon sehr geringe Durchmesser
ausreichend für eine genügende Tragfähigkeit sind. Somit besteht das
Naturstammhaus aus ästhetischen Gründen aus Stämmen mit Durchmessern,
die völlig überdimensioniert sind, denn aus baubiologischer Sicht
würden auch kleinere ausreichen. Je nach Bautyp, ob Sauna, Wohnhaus
oder Restaurant, d. h. je nach Größe des Gebäudes liegt der
Durchmesser bei ca. 35-45cm.
Die Eckverkämmung prägt das äußere Erscheinen eines Blockhauses, sie
haben auch den Nutzen, dass mit ihr die Stabilität erreicht wird.
Außerdem wird empfohlen eine Außenwand alle 5m auszusteifen, dies
kann mit der Einbindung einer Zwischenwand oder einem Wandstummel
erfolgen, es ist auch möglich die Wand zu verschrauben. Dabei ist
darauf zu achten, dass die Schraube zugänglich ist, denn durch den
Schwindvorgang des Holzes ist es notwendig, dass man die Schraube
nachziehen kann. Deswegen werden häufig auch solche Schrauben
verwendet, die ein gewisses Spiel durch eine Feder haben.
Die Eckverkämmungen haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. Es
wurde viel ausprobiert unabhängig von jeglichen Traditionen oder
einen bestimmten Nutzen zu erfüllen, so dass es nun viele
verschiedene Arten gibt. Da die Verkämmung auch einen Einfluss auf
die Dichtigkeit eines Gebäudes hat, ist auf eine passgenaue
Ausführung zu achten. Im folgenden möchte ich auf die
gebräuchlichsten Verkämmungen Rundkerb und Sattelkerbe kurz eingehen
Verkämmung

Abb. : Rundkerbe
Die Rundkerbe entstand aus der einfachsten Art der
Verschränkung. Dabei wird mit Hilfe der Kettensäge und dem
Stechbeutel an der Unterseite des Stammes die Rundung ausgeschnitten.
Durch die Arbeit mit dem Stechbeutel, erfordert die Fertigung der
Rundkerbeeiniges an Übung und Arbeitsaufwand.

Abb. : Sattelkerbe
Bei der Sattelkerbe werden im Unterschied zur
Rundkerbe beide Seiten des Balkens eingeschnitten. Beide Varianten
sind denkbar. Die Sattelkerbe ist in Nordamerika sehr verbreitet und
wird Hauptsächlich bei frischen Holz eingesetzt, weil sich hierbei
das Schwinden besser berechnen lässt. Die Rundkerbe dagegen ist in
Skandinavien und Russland sehr verbreitet.
Konstruktiver
Holzschutz
Ein großer Dachüberstand ist nur bedingt in der Lage,
den Sockelbereich eines Blockhauses vor dem Wetter zu schützen. Bei
schweren Wetter läuft auftreffendes Wasser die Wand hinunter und
tropft am letzten Balken der Wand ab. Dieser Wandbereich braucht
länger zum Abtrocknen als die oberen Bereiche. Zusätzlich gelangt
Spritzwasser vom Erdboden bis zu einer Höhe von 50cm an den
Fußbereich der Wand. Verschmutzungen sind die Folge, in denen sich
die Feuchtigkeit hält und daraus resultierend Fäulnis bilden kann.
Von den Anfängen des Blockbaus bis heute, entwickelten sich viele
verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten für diesen Bereich. Schon
kleine konstruktive Maßnahmen bringen eine große Wirkung. So wurde
früher das Blockhaus auf einen Sockel gestellt, um aus dem
Spritzwasserbereich heraus zu kommen und es wurden sogenannte
Tropfkanten in das Holz gefräst. Außerdem ist es sehr effektiv, wenn
man einen ca. 50cm breiten Streifen als Schotterbett rund um das Haus
ausbildet, da dann das Wasser schnell versickert und keine Pfützen
bildet. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man die erste
Balkenlage in einem besonders verwitterungsresistenten Holz
ausbildet. Besonders geeignet sind hierfür die Eiche und Lärche. Doch
hat sich die Situation heute in soweit auch geändert, dass man die
Möglichkeit hat, das Holz chemisch zu schützen. Außerdem verlangt die
Klassifizierung für die Verwendung von Hölzern, die in Wasser- oder
Erdkontakt stehen einen, chemischen Holzschutz.
Es empfiehl sich außerdem alle der Witterund
ausgesetzten Teile besonders zu schützen. Vorstehende Blockbalken
sind abzudecken, Waagerechte Balken, die dem Regen ausgesetzt sind,
müssen extra abgedeckt werden .

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